Das eigene Dorf, oder die eigene Stadt als Modell zu gestalten, bringt die Kinder zum Nachdenken, was es eigentlich alles braucht für eine funktionierende Ortschaft. Zudem können sehr vereinfacht raumplanerische und politische Fragen besprochen werden. Wo hat es Platz für Begegnungszonen, wo sind Parkplätze, wo befindet sich die Schule, usw. Und natürlich kommen die Schülerinnen und Schüler nicht zu kurz beim Basteln!

 

Und so funktioniert's:

 

1. Um die eigene Ortschaft zu bauen, braucht es ein paar Vorbereitungsarbeiten von Seiten der Lehrperson. So können bereits genügend Vierecke mit dem Cutter aus Hartschaumplatten (1,5 cm Dicke) zugeschnitten werden. Es braucht ein Viereck pro Kind plus diverse Vierecke (ca 20x20cm, je nach Platzverhältnissen) um die Infrastruktur und weiteres zu ermöglichen. Es sieht toll aus, wenn die Platten nicht rechtwinklig sind, sondern etwas verspielt.

 

2. Die Platten können dann so im Raum hingelegt werden, dass die Form der Ortschaft entsteht. Nun können einige Platten dunkelgrün für Wald, blau für Gewässer oder hellgrün für Wiesen angemalt werden. Dies kann bereits schon von den Kindern gemacht werden. Es ist zu empfehlen dies mit Gouachefarbe zu tun. Es kann auch etwas Weissleim für eine bessere Haftigkeit hinzugemischt werden. Wenn möglich sind die Platten dort dunkelgrün, wo sich auch wirklich in etwa der Wald in der eigenen Ortschaft befindet!

 

3. Nun kann mit der Klasse losgelegt werden. Die Klasse kann sich rund um die "kleine" Stadt versammeln und die Topografie wird besprochen. Die SchülerInnen äussern, wo sie gerne ihr Haus bauen würden und nehmen die gewünschte Platte zu sich.

Danach kann mit diversen Materialien gebastelt und Traumhäuser erstellt werden. Die Kinder können auf den Boden einen Streifen Malerklebeband mit ihrem Namen kleben, damit sie stets wissen, wo sie ihr Haus wieder hinplatzieren müssen. Die einzelnen Platten ermöglichen es nun, dass jedes Kind am eigenen Platz arbeiten kann!

 

4. Wenn die Häuser fertiggestellt sind, können nun in einer "Gemeindeversammlung" verschiedene Fragen bezüglich der Infrastruktur geklärt werden. Was braucht es eigentlich alles? Wo soll die Schule genau stehen? Sollte der Schulweg für alle gleich weit sein und die Schule daher in der Mitte der Ortschaft stehen? Fragen wie diese ermöglichen bereits eine politische und raumplanerische Diskussion in der Primarschule.

 

5. Sobald geeignete Orte gefunden wurden, können die SchülerInnen in Zweierteams an den verschiedenen öffentlichen Bauten basteln. Auch Pärke, Badeseen, Fussballfelder, Parkplätze, Einkaufsmöglichkeiten, Polizei, usw. dürfen natürlich nicht fehlen. Und nicht vergessen: Auch die Natur braucht ihren Platz.

 

So entsteht eine riesige Fülle an Bauwerken und spannende Diskussionen finden regelmässig an den Gemeindeversammlungen statt!

 

 

Viel Spass beim Gestalten!

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Little City

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